Dienstag, 01. Dezember 2020, 13:41 Uhr
von Uwe

Top 10: Die klimaschädlichsten Subventionen im Überblick

Jeder kann etwas gegen die Klimakatastrophe tun. Die Politik sogar so viel, dass einem die Spucke wegbleibt. Wir stellen vor: Die 10 Subventionen, die so klimaschädlich sind, dass sie unbedingt abgeschafft gehören – besser heute als morgen.
Bild von Free-Photos auf Pixabay

Die Top-10-Liste ist Ergebnis einer Studie, die das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace erstellt und Anfang November 2020 vorgestellt hat.

Hier könnt Ihr Euch die ganze Studie runterladen.

Wir zitieren aus der Studienzusammenfassung:

„Klimaschädliche Subventionen untergraben Maßnahmen zu Erreichung der Klimaschutzziele und stehen der ökologischen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft entgegen. Angesichts der hohen Neuverschuldung des Bundes zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Pandemie sowie geringerer Steuereinnahmen infolge der Krise kommt dem längst in Aussicht gestellten Abbau klimaschädlicher Subventionen damit eine besondere Bedeutung mit hoher Dringlichkeit zu.“

Potenzial: 100 Millionen Tonnen weniger CO2 pro Jahr

46 Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen ließen sich mit den in der Studie vorgeschlagenen Maßnahmen zusätzlich einnehmen. Die CO2-Emissionen würden zugleich um 100 Millionen Tonnen pro Jahr sinken. Zum Vergleich: Der gesamte Autoverkehr in Deutschland setzt jährlich etwa 96 Millionen Tonnen CO2 frei.

Berechnet wurden die Werte unter Berücksichtigung von drei Kriterien: Steuereinnahmen, Klimapotenzial und Freiformeffizienz. Die Top 10 ergeben sich aus einem Punkteschema, das Ihr hier seht:

Es wäre schon Mal super, wenn nur die ersten drei Subventions-Hämmer wegfallen würden: die Aufhebung der Steuerbefreiung für Kerosin, eine Verringerung der Strompreisausnahmen für die Industrie und der Ausstieg aus der Steuerbegünstigung für die Stromerzeugung. Laut Greenpeace würde die Bundesregierung alleine damit „jährlich rund 73 Millionen Tonnen CO2 und 18 Milliarden Euro Steuergelder einsparen“.

„Weiter Extrageld für klimaschädliches Wirtschaften zu verteilen, ist völlig aus der Zeit gefallen. Jede dieser klimaschädlichen Subventionen muss schnellstmöglich gekippt werden”, sagt Bastian Neuwirth, Klimaexperte von Greenpeace.

Tja, dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Also, wenn Ihr nach konkreten Zielen der Klimaliste BW gefragt werdet, würde ich mal rufen: Weg mit den Top 10!!!

PS: Ich sehe gerade, dass die Studienmacher für den morgigen Donnerstag, 3.12., 19 Uhr, zu einem Webinar einladen, bei dem das Thema Subventionen diskutiert wird. Zur Anmeldung