Freitag, 25. Dezember 2020, 10:13 Uhr
von Uwe

Klima-Links der Woche: Strukturen, Öl und Maskentest

Wie lässt sich klimafreundliches Verhalten fördern? Was hat Joe Biden vor? Welcher Mund-Nasen-Schutz schadet weniger der Umwelt? Die Antworten gibt's in unserem Wochenrückblick.

Gute Vorsätze bringen nichts. Zunächst wollen wir heute auf einen Hintergrund bei klimareporter.de eingehen: Sandra Wagner erläutert dort, wie Strukturen geändert werden müssen, um klimafreundliches Handeln zu fördern. Sie zielt damit auf Politik und Industrie. Denn Versuche, uns Verbraucher*innen dazu zu bringen, ihr Verhalten zu ändern, würden an der Macht der Gewohnheit scheitern: „Wir haben 30 Jahre an die Vernunft der Leute appelliert, doch das Ergebnis ist sehr überschaubar“, sagt Umweltwissenschaftler Michael Kopatz vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, mit dem klimareporter.de für den Beitrag gesprochen hat. Sandra Wagner leitet aus dem Interview unter anderem „Stellschrauben für klimafreundliches Verhalten“ ab: bessere Infrastruktur (Beispiel Radwege), gesetzliche Standards, Transparenz bei tatsächlichen Kosten (Beispiel Bio-Lebensmittel), kulturelle und normative Vorstellungen verändern (Beispiel Flugreisen) und Kompetenzen fördern (Beispiel fleischlos kochen). Fazit: Bitte lesen!

klimareporter.de: Die Strukturen ändern, nicht die Menschen

„Wir sind in einer Krise.“ Der künftige US-Präsident Joe Biden hat angekündigt, dass er während seiner Amtszeit die Klimakrise ganz oben auf die Agenda setzen will. Unter anderem sollen mehrere Millionen Gebäude energetisch saniert werden und der Strom bis zum Jahr 2035 komplett CO2-neutral produziert werden.

Biden erklärt Klimapolitik zur Priorität

Rückschlag für Umweltschützer*innen: Der Oberste Gerichtshof in Norwegen hat die Klage von Umweltschutzorganisationen abgewiesen, die verhindern wollen, dass die Regierung in der Arktis nach Öl bohren lässt.

tagesschau.de: Norwegen darf in Arktis Öl suchen

Einweg oder Stoff? Forscher*innen der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA in Sankt Gallen haben analysiert, welcher Mund-Nasen-Schutz die bessere Ökobilanz aufweist. Ergebnis: Was Treibhausgase und Energieverbrauch angeht, schneiden die Einmal-Masken besser ab. Das liegt daran, dass die Stoffmasken aus Baumwolle gefertigt werden – und der Anbau von Baumwolle ist sehr wasserintensiv. Wir müssen allerdings reingrätschen: Was bei der Untersuchung nicht berücksichtigt wurde, sind Masken aus recycelten Stoffen. Diese haben eine bessere Bilanz als beide getesteten Varianten.

tagesschau.de: Welche Maske für die Umwelt am besten ist

Eiskaltes Wasser, zu wenig Futter: Die Umweltschützer des WWF in Russland schlagen Alarm: Sie fürchten, dass die russischen Rentiere zunehmend durch den Klimawandel bedroht werden.

stuttgarter-nachrichten.de: Umweltschützer: Klimawandel bedroht Rentiere in Russland

Auch über die Klimaliste BW wird intensiv berichtet. Aus urheberrechtlichen Gründen können wir die Belege der gedruckten Ausgaben hier nicht zeigen. Daher begnügen wir uns mit Online-Beispielen:

morgenweb.de: Mannheim – Kandidaten der Klimaliste sind am Start (müsste ja wohl Kandidat*innen heißen, Grüße an Jessica und Holger und den Rest der Mannheimer!)

(Achtung, Paywall!)

morgenweb.de: Ketsch – Klimaliste schickt Falk Appel ins Rennen

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