Mittwoch, 12. Mai 2021, 11:36 Uhr
von Uwe

Klima-Pledge: Jetzt unterzeichnen – und den besten Klimaschutz wählen!

Mit einem „Klima-Pledge“ sollen sich Wähler*innen verpflichten, bei der Bundestagswahl die Partei mit den „besten Ideen zum Klimaschutz“ zu wählen. Wir sagen Euch, wer hinter der Aktion steckt – und warum Ihr mitmachen solltet.

Wer steckt dahinter?
Initiiert wurde die Aktion vom Kampagnennetzwerk Campact, auf dessen Website Ihr alle Infos findet und gleich den Pledge (deutsch etwa: das Versprechen) unterzeichnen könnt.

aktion.campact.de: Klima-Pledge – Meine Stimme für die Zukunft

Mit dabei sind insgesamt 13 Organisationen: Fridays For Future, Campact, NABU, WWF, BUND, Deutscher Naturschutzring, Germanwatch, GermanZero, Klima-Allianz, Naturfreunde, Umweltinstitut München, Together for Future und Avaaz.

Warum sollte ich mitmachen?
Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD haben vom Bundesverfassungsgericht für ihre völlig unzureichenden Klimaziele eine schallende Ohrfeige kassiert. Viel genutzt hat es nicht. Denn auch wenn Deutschland sich im neuen Klimaschutzgesetz (Hier unsere Bewertung) zur Klimaneutralität bis 2045 (statt wie bisher 2050) verpflichtet hat, genügt das längst nicht, um die Erderhitzung bei 1,5 Grad zu stoppen, wie vom Weltklimarat gefordert. Insbesondere fehlt es an konkreten Maßnahmen. Das wird im Wahlkampf nicht besser, wo konkrete Aussagen ja Wähler*innen verscheuchen könnten.

Auch die anderen Parteien müssen vor der Wahl darlegen, wie Sie auf den 1,5-Grad-Pfad kommen wollen. Mit dem „Klima-Pledge“ soll dafür der nötige Druck gemacht werden. Wer unterzeichnet verpflichtet sich zu folgenden Schritten:

Seine Stimme der Partei zu geben, die sich aus der eigenen Sicht am überzeugendsten für sozial gerechten Klima- und Naturschutz einsetzt.
Mitzuhelfen, das Klima vor der Wahl zum entscheidenden Thema zu machen. Etwa durch Gespräche mit Bekannten und in der Familie – oder durch Protestaktionen mit einer der oben genannten Gruppierungen.
Nicht zu vergessen: Die Kandidat*innen vor Ort sollten aufgefordert werden, ihre Meinung zur Klimarettung zu äußern.

Bislang konnten für die Aktion bereits über 130.000 Unterzeichner*innen gewonnen werden. Ein starkes Signal, das hoffentlich auch von Menschen gehört wird, die sich nicht wie wir tagtäglich mit dem Klimathema auseinandersetzen. Apropos wir: Die Frage, ob die Klimalisten insgesamt und wir als KlimalisteBW zur Bundestagswahl antreten, wird aktuell noch intensiv geprüft und diskutiert. Für den Klima-Pledge ist das heute aber nicht entscheidend. Denn er ist letztendlich eine allgemeine Verpflichtung: Tut vor dieser entscheidenden Wahl und bei der Wahl alles, um den Klimaschutz voranzubringen!