Freitag, 26. Februar 2021, 17:27 Uhr
von Uwe

„Wir sind nicht die Fridays-For-Future-Partei“

Klimaliste sieht Missverständnisse als Auslöser für Unmut bei Teilen von Fridays For Future / Saskia Knispel de Acosta: „Überparteilichkeit von Fridays For Future zu keiner Zeit in Frage gestellt“

Eine falsche Überschrift in einem Zeitungsbericht war eine Ursache dafür, dass die Fridays-For-Future-Bewegung offiziell Ihre Überparteilichkeit betont hat. In der heute veröffentlichten Pressemitteilung von Fridays For Future wurde explizit die Klimaliste Baden-Württemberg (KlimalisteBW) erwähnt und die Unabhängigkeit der Bewegung von politischen Parteien betont. Die Zeitung hatte getitelt: „Fridays-For-Future-Partei greift Grünenhochburg an“, gemeint war die KlimalisteBW.

„Wir sind nicht die Fridays-For-Future-Partei. Die KlimalisteBW hat die Überparteilichkeit von Fridays For Future zu keiner Zeit in Frage gestellt“, betont Saskia Knispel de Acosta, designiertes Vorstandsmitglied der KlimalisteBW. Ein entsprechender FAQ-Eintrag sei bereits seit längerem auf der Seite der KlimalisteBW zu finden.

„Wir suchen den Dialog mit allen Parteien und Organisationen, die sich im Kampf für die im Pariser Klimaabkommen festgelegte Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius engagieren“, sagt Alexander Grevel. Die KlimalisteBW sei ebenso wie Fridays For Future Teil der globalen Klimagerechtigkeitsbewegung. Die Wissenschaft habe deutlich gemacht, dass nur wenig Zeit zum Handeln bleibt.

Während Fridays For Future auf diesen Notstand durch Demonstrationen und öffentliche Aktionen aufmerksam macht, verschafft die KlimalisteBW ihm durch den Antritt zur Landtagswahl politische Geltung. „Wir haben verschiedene Ansätze und agieren doch in die gleiche Richtung“, sagt Cordula Markert, designiertes Vorstandsmitglied der KlimalisteBW.

Fakt sei, dass viele Mitglieder der KlimalisteBW sich auch in anderen Teilen der Klimagerechtigkeits-Bewegung, beispielsweise in ForFuture Gruppen, engagieren. „Fridays For Future hat nie eigene Forderungen in den Mittelpunkt gestellt, sondern die wissenschaftliche Notwendigkeit. Die KlimalisteBW trägt die Wissenschaft in den Landtag und hat konkrete politische Forderungen in ihr Wahlprogramm gegossen“, so Saskia Knispel de Acosta.