Donnerstag, 20. August 2020, 23:42 Uhr

Parlamentarischer Klimaschutz - Fantasie oder Bewegung?

Ist das was wir tun, also parlamentarische Möglichkeiten für den Klimaschutz ausloten, etwas ganz Neues? Nein, #noneuland.

Konsequenter Klimaschutz gehört ins Parlament wie die Butter auf’s Brot. Auf kommunaler Ebene ist diese Erkenntnis schon länger angekommen: Zum Beispiel in Erlangen, dort hat das Experiment ‘Klimaliste’ vor ca. einem Jahr begonnen. Eltern, Wissenschaftler*innen und Studierende haben sich dort zusammen getan, um stringenten Klimaschutz auf lokaler Ebene zu fordern und durchzusetzen.

Ihr sagt euch jetzt bestimmt “Dieses Vorhaben ist zwar löblich, aber die kennt doch niemand, die schaffen es nie ins Parlament”. Sich in kurzer Zeit in der Öffentlichkeit bekannt machen, ist zwar eine Riesenherausforderung, aber nicht unmöglich. Seit Anfang 2020 sitzen in Erlangen zwei Menschen der Klimaliste im Gemeinderat und geben jeden Tag ihr Bestes, damit die Stadt ihre Ambitionen in Bezug auf Klimaschutz nachschärft bzw. entdeckt.

Und Erlangen ist kein Einzelfall: In Kempten hat eine motivierte Gruppe von Aktivisti das Projekt ‘Kempten for Future’ ins Leben gerufen. Wenn diese Gruppe eins bewiesen hat, dann dass man auch ganz dicke Bretter bohren kann. Denn wer hätte bitte für möglich gehalten, dass in Bayern, im Allgäu mitten auf dem Land junge Aktivisti in den Gemeinderat ziehen? 2019 niemand. 2020 ist’s passiert!

Dieser Erfolg inspiriert und hat dazu geführt, dass sich auch in anderen Städten Klimalisten gebildet haben. Aktuell zu den Kommunalwahlen in NRW sind folgende Städte zu nennen: Dortmund, Aachen, Düsseldorf, Leverkusen und Nottuln.
Und in Köln gehen die Klimafreunde an den Start.

So viel zu den Anstrengungen auf kommunaler Ebene, es gibt aber noch die Projekte auf Landesebene. In Berlin hat sich vor einer Woche die Partei radikal:klima gegründet. Hier der Link zu ihrem Instaprofil, gönnt euch die Bilder von ihrem Parteigründungstag, haben die Berliner*innen echt schön gemacht.

Das andere Landesprojekt ist ‘Klimaliste Rheinland-Pfalz’. Wenn ihr mehr wissen wollt, schaut einfach mal auf ihrer Website vorbei!

Wie ihr seht, sind wir nicht die einzigen Klimaschützer*innen, die parlamentarische Teilhabe anstreben. Und das Beste ist: Wir sind eine Community und unterstützen einander, wo es nur geht. Ob es nun um eine Videobotschaft für die Gründung der besten Partei in Berlin geht oder wir Hilfe bei den Satzungsdokumenten brauchen, auf unseren Vernetzungsplattformen findet man immer eine helfende Hand. Da ist eine gute Vertrauensbasis vorhanden und so macht parlamentarischer Klimaschutz richtig Spaß!

Gerade mit der Klimaliste Rheinland-Pfalz (RLP) arbeiten wir auf ein Ziel hin: die Landtagswahl 2021. In BaWü wie auch RLP wird am 14. März 2021 gewählt. 
Wir sind sehr gehyped, dass wir mit BaWü das dritte Bundesland sind, das seine Klimaschutzpartei an den Start bringt. Wir sind aber sicher nicht das letzte!