Donnerstag, 04. Februar 2021, 13:23 Uhr
von Uwe

Unternehmen bewegen sich (langsam) in Richtung Klimaschutz

Das Magazin der IHK Region Stuttgart ist kein Hoffnungsträger, wenn es um die Klimakrise geht. In der jüngsten Ausgabe ist das Klima aber immerhin Titelthema – und bietet spannende Zahlen.
Ein bisschen grüner – die baden-württembergischen Unternehmen bewegen sich. Bild von Lukas Bieri auf Pixabay

1 Prozent zum Beispiel. Das war der Anteil an klimaneutralen Unternehmen in Baden-Württemberg Ende 2019. Aber bevor jetzt hier Verzweiflung ausbricht: Immerhin 31 Prozent der Firmen hatten sich da bereits auf den Weg zur ausgeglichenen CO2-Bilanz begeben, 27 Prozent hatten mit der Planung gestartet.

Diese Zahlen stammen aus einer bundesweiten Umfrage, die Teil des Energieeffizienzindex ist. Erhoben hat sie Prof. Alexander Sauer vom Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Er leitet außerdem an der Uni Stuttgart das Institut für Energieeffizienz in der Produktion.

Auf der Suche nach der Klimaneutralität hat Prof. Sauer bundesweit 878 Betriebe befragt. Zum Umfrageverfahren wissen wir nichts. Falls nicht nur vorbildliche Unternehmen mitgemacht haben, sind die Zahlen aber interessant. 68 Prozent der befragten Betriebe wollen im Schnitt bis 2025 klimaneutral sein. 2030: 90 Prozent. 142 der Betriebe kamen aus Baden-Württemberg. Sie sind laut Prof. Sauer sogar schneller auf dem Neutralitätsweg als der bundesweite Durchschnitt.

Zur Info: Die Zahlen umfassen die Reduktion inklusive aller Kompensationsmaßnahmen. Und die gesellschaftliche Verantwortung rangiert für die Unternehmen nur auf Platz drei der Gründe. Wichtiger sind die Reduktion der Kostenrisiken und vor allem die zu erwartenden langfristigen Vorteile.

Den kompletten Beitrag könnt Ihr hier nachlesen. Er enthält auch Beispiele aus der Praxis, etwa vom Chemieunternehmen Zeller+Gmelin in Eislingen und vom tatsächlich klimaneutralen Handelsunternehmen Kaiser+Kraft.