Kandidierende, Ziele, Strategie: Wie wir Wahlkampf fürs Klima machen

von Uwe

Antreten, überzeugen und zeigen, wie sozial gerechter Klimaschutz geht: Unsere Agenda für den Bundestagswahlkampf steht. Ihr könnt sicher sein: Bei uns geht es ausschließlich um die Sache – denn die ist überlebenswichtig.

Kandidierende, Ziele, Strategie: Wie wir Wahlkampf fürs Klima machen

UPDATE, 09.07.2021
Heute wurde die Klimaliste Baden-Württemberg vom Bundeswahlleiter offiziell zur Bundestagswahl am 26. September zugelassen.

07.07.2021
Sei vorsichtig, was Du Dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen. An diesen Spruch musste ich denken, als jüngst ein Bekannter sagte, es werde hoffentlich einen superheißen Sommer geben: „Wenn die Wähler*innen die Klimakrise spüren, machen Sie vielleicht ihr Kreuz an der richtigen Stelle.“

Erststimme fürs Klima: Die Kandidierenden der KlimalisteBW

Er musste dann allerdings gar nicht bis zum Sommer warten. Wir bekamen fast 50 Grad Hitze in Kanada, schwere Unwetter vor der Haustür, Brände in Sibirien und Australien. Schade nur, dass sich die Parteien im Wahlkampf nicht damit beschäftigten, sondern mit Bagatellen, auf die wir hier nicht einmal ansatzweise eingehen werden. Wie gesagt, bei uns geht es um die Sache. Das gilt ganz besonders für unsere Kandidierenden. „Die Katastrophen aus nur einer Woche zeigen, dass wir uns mitten in der Klimakrise befinden“, sagt Tina Frey. Die 28-Jährige kandidiert in ihrem Wahlkreis Calw/Freudenstadt nach guten Erfahrungen im Landtagswahlkampf auch für die Bundestagswahl. Den Wähler*innen rät sie: „Nutzen Sie die Chance, junge Mitglieder von Kleinparteien zu fördern. Ich will in den Bundestag einziehen, um mich für die Menschen in meiner Heimat einzusetzen.“

Tina Frey ist eine von voraussichtlich sieben Direktkandidierenden, die für die Klimaliste Baden-Württemberg zur Wahl antreten. Bereits aufgestellt sind neben ihr: Günther Beikert in Rastatt, Dr. Friederike Benjes in HeidelbergJohanna Legnar in Mannheim und Daniel Wagner in Ulm. Dazu finden noch Aufstellungsversammlungen statt. Unser Vorstandsmitglied Alexander Grevel will in Freiburg antreten, in Karlsruhe geht vermutlich Markus Schmoll ins Rennen. Daneben gibt es noch weitere Direktkandidaturen aus anderen Bundesländern.

Fokus auf Inhalten

Die neu gegründete Klimaliste Deutschland tritt nicht als Partei zur Wahl an. Wir rechnen aber damit, dass wir durch mindestens 30 Direktkandidierende in allen Bundesländern den Klimaschutz und unsere Maßnahmen zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze einer breiten Öffentlichkeit vorstellen können. In Baden-Württemberg können die Kandidierenden auf die volle Unterstützung der KlimalisteBW zählen. Dabei bringen wir unsere Erfahrung aus dem Landtagswahlkampf und die in unserem wissenschaftlich fundierten Wahlprogramm festgehaltenen Ziele und Maßnahmen in die Diskussion ein. Dazu lokale Themen und eine kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten der anderen Parteien. Mit den Inhalten, wohlgemerkt.

Denn für persönliche Angriffe und Verbalattacken ist die Lage zu ernst. Was diese Wahl unbedingt bringen muss, ist eine Mehrheit für den Klimaschutz. Diese lässt sich nur über Argumente und daraus folgende Einsichten erreichen. Es gibt Maßnahmen, die uns dem 1,5-Grad-Ziel näherbringen, vom Kohlestopp über die Verkehrswende bis zum sofortigen Ausbau von Photovoltaik und Windkraft. Unsere Kandidierenden wissen auch, wie diese Maßnahmen sich sozial gerecht umsetzen lassen, etwa mit Hilfe eines Klimagelds für alle Bürger*innen.

Es sind noch 81 Tage bis zur Bundestagswahl. Wir werden sie nutzen. Wenn Ihr uns unterstützen wollt, schreibt uns eine Mail an kontakt@klimaliste-bw.de. Oder kommt zu unseren Wahlkampfterminen. Wir halten Euch hier im Blog auf dem Laufenden.

Und bevor Ihr jetzt zur Tagesordnung übergeht, macht Euch bewusst: Es wird in Deutschland keine Wahl mehr geben, die für die Zukunft der Menschen so wichtig ist wie diese. Wir werden dazu beitragen, dass es eine Klimawahl wird. Eine Wahl, die mit Eurer Hilfe einen guten Ausgang nehmen wird.

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