Der SchwaBo und die Wahlchancen: ein offener Brief

von Uwe

Der „Schwarzwälder Bote“ spricht Tina Frey, unserer Kandidierenden für den Bundestag, die Wahlchancen ab. Hier ist unsere Antwort.

Der SchwaBo und die Wahlchancen: ein offener Brief

Sehr geehrte SchwaBo-Redaktion,

sicher sind Sie wie wir der Meinung, dass junge Menschen ermutigt werden sollten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Insbesondere, wenn es um aktuell wichtige Themen geht wie Klima- und Artenschutz oder die Bewahrung unserer Umwelt.

Wir können daher nicht nachvollziehen, warum Sie, liebe Redaktion, den weit über das gewöhnliche Maß hinausgehenden Einsatz unserer Bundestags-Kandidierenden Tina Frey in der Art und Weise kommentieren müssen, wie Sie das jüngst in der hier abgebildeten Kurzmeldung getan haben.

Tina Frey ist 28 Jahre alt und kandidiert für die Klimaliste Baden-Württemberg im Wahlkreis 280, Calw. Sie will nicht länger tatenlos zusehen, wie die Politik Entscheidungen trifft, die unser Leben und das der kommenden Generationen in höchstem Maße negativ beeinflussen. "Ich trete für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen und eine offene, ehrliche und transparente politische Arbeit an“, sagt sie. Für ihre politische Arbeit, mit der sie schlicht Mensch, Tier und Umwelt helfen will, opfert die Referatsleiterin nahezu ihre gesamte freie Zeit.

Demotivierend und sachlich falsch

Sie urteilen, die Chancen von Tina Frey, ins Parlament einzuziehen, seien „praktisch gleich Null“. Das ist aus unserer Sicht ein Tiefschlag gegen alle, die sich auf lokaler und regionaler Ebene für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit einsetzen. Es ist zudem sachlich falsch. Sicher hätten Sie es noch vor wenigen Jahren für unmöglich gehalten, dass eine Schülerin aus Schweden eine weltweite Klimabewegung startet. Oder dass das Bundesverfassungsgericht die Rechte der nächsten Generationen auf eine lebenswerte Umwelt zum Handlungsmaßstab der Politik erhebt. Vermutlich haben Sie auch nicht damit gerechnet, dass zwei Wochen vor der Bundestagswahl die CDU laut Umfragen kaum Chancen hat, den Kanzler zu stellen.

Alles Beispiele, die aufzeigen, dass Vorhersagen nun einmal darunter leiden, dass sie die Zukunft betreffen. Wenn Sie allerdings einzelnen Kandidierenden die Wahlchancen absprechen, mindern Sie als Medium tatsächlich deren Chancen. Wir bitte Sie daher, künftig auf vorschnelle Urteile zu verzichten. Stattdessen sollten Sie Tina Frey zu einer Ihrer Wahlveranstaltungen einladen. Sie werden eine engagierte Frau erleben, die bei weitem kompetent und überzeugend genug ist, um Klimaschutz im Parlament eine starke Stimme zu geben. Probieren Sie's aus, wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

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