Erstes Familientreffen der Parteienfamilie Klimaliste Deutschland

von Redaktion

Freitag, 02.10, 10 Uhr in Berlin. Trump hat Corona. Aktivisten blockieren die Rodungen im Dannenröder Wald. FFF-Demos in Berlin. Und: Die erste bundesweite Pressekonferenz und das erste Vernetzungstreffen der Klimalisten. Wie es war? Lest weiter!

Erstes Familientreffen der Parteienfamilie Klimaliste Deutschland

Was ich von 24 Stunden in Berlin mit Klimalistenvertreter*innen aus ganz Deutschland mitgenommen habe? In Kurz: Wir sind viele. Wir haben Dynamik. Und wir haben das volle Potential, etwas – nein: sogar sehr viel zu bewegen. In ganz Deutschland gründen gerade enorm motivierte, weltbewusste und handlungswillige Menschen Klimalisten, um die Klimabewegung und -forderungen von der Straße auch in die Parlamente zu heben. Die Wahlen 2021 werden in Baden-Württemberg und Rhein-Land-Pfalz zu Klimawahlen. Wie auch in den darauf folgenden Jahren in allen anderen Bundesländern.

Nachdem ich mit dem Fazit begonnen habe, nun von Anfang an:

Freitag, 02.10, 10 Uhr in Berlin. Trump hat Corona. Aktivisten blockieren die Rodungen im Dannenröder Wald. FFF-Demos in Berlin. Und: Die erste bundesweite Pressekonferenz der Klimalisten. 4 Vertretende aus Rhein-Land-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin und Bayern informieren über die aktuellen Vorgänge und Pläne.

Die Pressekonferenz läuft gut. Anlass sind die vielen bundesweiten Ereignisse im September. Am 13.09. fanden die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen mit Einzug in Stadträte statt, am 20.09. gründete sich die erste Klimalisten-Landespartei in Baden-Württemberg und am 26.09. stellte die Klimaliste Rhein-Land-Pfalz ihre Landesliste mit 101 Kandidierenden auf.

Diese Ereignisse zum Anlass genommen, informieren wir in Berlin über verschiedene Themen. Darunter die Bestrebung der Klimawende von Unten, Betonung der Politik aus Notwehr und die Feststellung der unzureichenden Klimapolitik der bestehenden politischen Akteure, einschließlich der Grünen.

Daraus folgend positionieren wir uns als wissenschaftsbasierter und an den Zielen des Pariser Abkommen orientierter politischer Akteur und füllen damit die Lücke der fehlenden parlamentarischen Interessenvertretung für Klimagerechtigkeit und kompromisslose Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels. Gleichzeitig betonen wir, dass die Klimaliste sich zwar als Teil und parlamentarischer Arm der Klimabewegung versteht, jedoch klar von FridaysForFuture zu unterscheiden ist. FridaysForFuture bleibt überparteilich. Zu guter Letzt bekunden wir, alle Klimalistenvertreter*innen, ausdrücklich unsere Solidarität mit den Aktivist*innen im Dannenröder Wald. Einige von uns werden am Wochenende selbst dort sein.

Einen Dämpfer gibt es bei all der Kennenlernfreude und der motivierten Dynamik: Leider kommen nur zwei Journalist*innen, obwohl mehr angemeldet waren. Möglicherweise lässt sich das zurückführen auf die, auch in Berlin stattgefundenen, Demonstrationen gegen die Rodung des Dannenröder Waldes. Wir überlegen, was wir nächstes Mal besser machen können: Vielleicht ist einfach mehr Pressearbeit notwendig. Oder wir verbinden zukünftige Pressekonferenzen mit größeren Events und Aktionen und schaffen damit mehr Relevanz und Aufsehen. Es wird sich zeigen, wir lernen immer weiter dazu.

So oder so können wir ein klares Fazit ziehen: Die Klimalisten wachsen rasant. Mittlerweile gibt es in über 15 Kommunen und 5 Bundesländern Klimalisten. Anfragen aus neuen Städten, Gemeinden und Bundesländern kommen stetig. Das macht deutlich, dass die Klimaliste wirklich eine Lücke füllt und unser Handeln notwendig ist und Potential hat. Es stehen weitere Familientreffen in Aussicht!

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