Klimaneutral 2030

Wir schreiben das Jahr 2020. Die Zeiten, in denen ein paar unbekannte Wissenschaftler vor einer sich selbstverstärkenden Erderwärmung warnen, sind vorbei. Heute ist der Klimawandel Teil unseres kollektiven Wissens geworden. Wir müssen alles daran setzen, um das 1,5 Grad- Ziel noch zu erreichen: ich kenne keinen (!) zurechnungsfähigen Menschen (egal welcher politischer Couleur), der das heute noch ernsthaft infrage stellen würde.

Klar, es ist eine unangenehme Wahrheit, aber letztlich wissen alle, dass es bereits fünf nach zwölf ist. Wie kann es also sein, dass in Deutschland trotzdem nach wie vor keine Klimapolitik betrieben wird, die diese Bezeichnung verdient?

Die großen Parteien machen den Klimawandel seit Jahren regelmäßig zu einer Verhandlungsmasse in Koalitionsgesprächen. Klimaschutzmaßnahmen werden in den Koalitionsverhandlungen dann zerrieben zwischen einer Rentenreform, der Entwicklung des ländlichen Raums, dem Umbau des Gesundheitssystems etc.

Hier liegt der Irrtum: Der Klimawandel ist keine weltanschauliche Frage. Man kann ihn nicht mit aufwendigen Werbekampagnen schick machen, man kann ihn auch nicht aufrechnen gegen die Sanierung maroder Schulen oder gegen gesunde Ernährungsprogramme. Der Klimawandel ist Fakt. Man kann ihn ermitteln, berechnen, Prognosen treffen; wie man es eben auch mit dem Bruttoinlandsprodukt tut, oder mit der Arbeitslosenquote. Aber man kann ihn nicht weg verhandeln. Das ist das große Missverständnis, dem in Deutschland bislang alle Parteien aufliegen.

Die Klimaliste tritt also auch an, um wieder Versachlichung in die politischen Debatten zu bringen. Deutschland hat das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet und sich zum 1,5 Grad- Ziel bekannt. Ich denke, das ist die gemeinsame Basis, auf die wir alle im Landtag vertretenen Parteien festnageln werden. Wenn wir tatsächlich die fünf Prozent knacken, dann soll die Klimaliste nach meinem Verständnis im Stuttgarter Landtag zugleich Mahnerin und Moderatorin sein, die jeden Koalitionsvertrag, jeden Gesetzesvorschlag auf dessen Klimawirksamkeit hin abklopft.

Dafür müssen wir jetzt den Vertrauensvorschuss von mindestens 5 % aller Wähler gewinnen. Ich will gerne meinen Beitrag im Wahlkreis Reutlingen leisten, um dieses Vertrauen zu werben.

Paul Sigloch

Landschaftsplaner

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